23.05.2012 Hardhof, Zürich 19:00 UhrFrühjahrsrunde

Juniorinnen B/9 b - FC Feusisberg-Schindellegi  : (:)

Juniorinnen B/9 b
Mary (T)
Flavia
Vanessa
Laura
Meret
Samira
Jasmin
Layiss
Giulia
Robyn (C)
Selina
Dore
FC Feusisberg-Schindellegi


Tore:

46. 0:1 60. 0:2 71: 1:2 (Samira)

Löwenherzen am Werk

Fussball ist zwar lustiger, wenn man gewinnt. Bei den Blue Stars stimmt aber selbst das nicht ganz. Aushilfsweise ein Team zu coachen, das mit so viel Herz und Spielfreude kämpft wie unsere B9b, macht extrem viel Spass. Und das Resultat (hier ein 1:2 gegen den FC Feusisberg-Schindellegi) bleibt dann zweitrangig. Wenn man etwas Neues wagen muss, ist es manchmal gar nicht schlecht, wenn man keine Zeit hat. Weil Otto am Mittwoch bis spät arbeiten musste, stand ein Hilfs-Sheriff an der Seitenlinie. Gerade mal eine Stunde stand uns zwischen Besammlung und Anpfiff zur Verfügung, um einander kennen zu lernen. Das reichte aber locker fürs Aufstellen der Tore, ein sauberes Einlaufen, die Besprechung der Taktik und sogar für ein Mannschaftsfoto – kein Wunder, bei so einem begeisterungsfähigen Team, in dem jede mithilft. Ganz egal war uns das mit dem Gewinnen natürlich nicht, denn zu Beginn schlossen wir alle die Augen und stellten uns vor, wie es wäre, heute den ersten Saisonsieg zu landen. Mit einem Smile auf den Lippen entschlossen wir uns zu einem 3-4-1+ als Aufstellung. Wir verraten hier nicht, was das Pluszeichen bedeutet. Denn die Idee ist wie so oft gestohlen (danke, Paede!) und überdies zu gut, um einfach so im Internet zu landen.

Obwohl wir das Prinzip nie zuvor üben konnten, klappte es von Anfang an verblüffend gut. Die Feusibergerinnen waren zwar der erwartete starke Gegner und am Ende auch der verdiente Sieger, aber wir hielten stets gut mit. Wir gewannen im Mittelfeld viele Zweikämpfe und kamen auch zu Chancen, wie beim indirekten Freistoss in der 11. Minute, als Flavia den Ball zu Dore tippte, deren Schuss aber etwas zu hoch geriet. Abwehrchefin Vanessa, die listige Flavia und Laura mit ihrem enormen Laufpensum organisierten die Verteidigung gut und putzten in der ersten Halbzeit fast alles weg, was auf sie zukam. Für den Rest sorgten Mary im Tor und hie und da auch das Glück der Tüchtigen. Auf den Aussenbahnen machten Meret, Samira, Selina und Robyn Druck und wurden von der Mittelzone mit Jasmin, Giulia und Layiss immer wieder gut angespielt. Bei der schnellen Dore im Sturm fehlte manchmal nur wenig zu einem Erfolgserlebnis - über die knappen Offsides ärgerte sie sich selber am meisten. Leider konnte Laureta wegen eines Meniskusrisses unseren Sturm heute nicht verstärken. Wir wünschen ihr von Herzen gute Besserung. Unsere Angriffe hatten den angenehmen Nebeneffekt, dass wir hinten nicht ständig unter Druck standen und bis zur Pause recht mühelos das 0:0 halten konnten.

Der Plan war jetzt ein nicht allzu frühes Tor in der zweiten Halbzeit. Das gelang auch, wenn auch nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wohl etwas übermütig geworden vom guten Spiel der ersten Halbzeit, traten wir nun manchmal zu offensiv auf und eröffneten den Schwyzerinnen Möglichkeiten zu Kontern. Zwei davon nutzten sie in der 46. und 60. Minute zu Toren. Wer jetzt aber glaubt, wir hätten deswegen die Köpfe hängen lassen, irrt sich gewaltig. Die Auswechselspielerinnen waren immer die grössten Fans und schrien so laut, dass das Coachen recht schwierig wurde. Das machte aber nichts, weil auf dem Platz eh alle wussten, was sie zu tun hatten. Wer ausgewechselt wurde, wollte meist gleich sofort wieder rein, um nur ja nichts vom schönen Erlebnis zu verpassen. Die 71. Minute war dann unsere: Endlich hatte ein Durchspiel geklappt, ein Schuss ging an den Pfosten, der Nachschuss an die Latte, der Ball kam zu Samira und sie drosch ihn mit einem satten halbhohen Schuss zum 1:2 ins Netz. Jetzt hatten wir natürlich vor Begeisterung die Samba-Trommeln in den Ohren und kämpften bis zuletzt um unsere Chance. Leider gelang uns kein Treffer mehr. Paedes Schlusspfiff, nach einer sehr fairen und umsichtigen Schiri-Leistung, kam einfach zu früh. Macht aber nichts: Ottos verschworene Truppe packt einfach die nächste Chance.

Roger „der Hilfs-Sheriff“ Weber

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